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01:19 – Wo sind wir hier? Und wer seid ihr?

02:26 – Ihr seid beste Freunde. Wie kamt ihr auf die Idee die Kooperative zu gründen? Und beschreibt in kurzen Worten den Weg von der ersten Idee bis heute.

05:00 – Wieso habt ihr euch für die Gründung einer Genossenschaft entschieden?

07:24 – Frankfurt war für euch ein völlig unbekannter Ort. Wie findet man ohne persönliches Netzwerk z.B. einen Aufsichtsrat?

13:47 – Mit wie vielen Ernteanteilen seid ihr 2018 als GbR gestartet. Wann kam die Genossenschaft, wie groß ist euer aktuelles Wachstum?

16:00 – Die harte Phase der selbst-ausbeuterischen Gründungsphase verlasst ihr jetzt – bereits nach einem Jahr. Es zeugt von hoher Professionalität und Weitsicht, dass ihr von Beginn an die positive Gehaltsentwicklung eurer Mitarbeiter an den wirtschaftlichen Erfolg der Genossenschaft geknüpft habt und dies von Beginn an in eurer Geschäftsordnung festgeschrieben habt.

19:02 – 420.000€ Gesamtkosten im ersten Jahr sind beachtlich. Wohin geht die Reise?

21:04 – Ihr habt intensive und vergleichsweise breit gefächerte Kooperationen mit Partnerbetrieben aufgebaut. Wie gestaltet ihr diese Beziehungen?

23:59 – Im Vergleich zu anderen Initiativen baut ihr (aktuell noch) deutlich weniger Gemüsesorten an (obwohl ihr ausreichend Flächen hättet) und setzt gezielt auf Zukauf. Wieso macht ihr das?

29:18 – Euer Claim ist “Stadt. Land. Wirtschaft”. Was meint ihr damit und wo finden da die Mitglieder statt?

33:24 – Was würdet ihr neuen Akteuren raten, die gerade selber ins Tun kommen und eine Solawi gründen wollen?

Die Pragmatikerin​

DIE KOOPERATIVE eG

Frankfurt am Main

 

Die Kooperative wurde 2018 von Silas Müller und Christoph Graul gegründet – nur 1,5 Kilometer entfernt von der Europäischen Zentralbank. Für den Standort Frankfurt am Main haben sie sich nach jahrelanger strategischer Planung entschieden. Anstatt Gefahr zu laufen, am eigenen Idealismus zu scheitern, bleibt die Kooperative realistisch, nutzt Synergien und setzt auf Kooperation: Die Pragmatikerin!

Für ihr junges Alter hat die Kooperative schon eine beachtlich steile Entwicklung hingelegt! Das taktische und ökonomische Kalkül der Landwirtschaftsprofis, ihr Pragmatismus und der Fokus auf Kooperation, statt alles sofort alleine schaffen zu wollen, scheint sich für die junge Frankfurter Genossenschaft auszuzahlen!

Crowdfunding Hühnermobil Die Kooperative eG

Ende 2018 haben die Gründer Silas und Christoph zusammen mit Praktikantin Esther eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne (20.000€) über für ein Hühnermobil durchgeführt.

Der WirGarten e.V. bietet Gründungsberatung an und möchte auch das Gründen, Aufbauen und Führen weiterer WirGarten-Genossenschaften ermöglichen.

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Steckbrief

Stand: Q1/2020

Die beiden Gründer sind ausgebildete und studierte Landwirtschafts- und Gartenbauprofis – und bekommen im Laufe ihrer ersten Berufsjahre Zweifel an den herrschenden Strukturen. Die Idee gemeinsam etwas Alternatives zu gründen, gärt lange in ihnen. Mit Anfang dreißig ist es dann soweit: sie gründen „Die Kooperative“ – nach mehreren Jahren Recherche rund ums Thema Solidarische Landwirtschaft und der deutschlandweiten Suche nach dem perfekten Standort.

Die Kooperative Gaertnerei20 Hektar Anbaufläche, im Hintergrund die Frankfurter Skyline. Sowohl die Nähe zum Stadtzentrum, als auch die potenziell zur Verfügung stehende Fläche ist im Vergleich zu den anderen Solawi-Initiativen bemerkenswert. Gut zwei Hektar davon befinden sich sogar im Eigentum der Kooperative. Doch anstatt hier möglichst viele verschiedene Kulturen für die schnell wachsende Genossenschaft (Ende 2019 400 Genoss*innen) anzubauen, geht die junge Genossenschaft einen anderen Weg: sie baut v.a. das an, was sich für die im Aufbau befindliche Kooperative rechnet und was die Kooperationspartner aus der Umgebung nicht haben! Mit 25 verschiedenen Kulturen hat die Kooperative damit die geringste Anbauvielfalt – anstatt sich zu viel Arbeit durch verschiedenste Kulturen zu machen, nutzt sie gerne die Synergien durch bereits vorhandene Infrastrukturen und Spezialisierungen der regionalen Partnerbetriebe. Aktuell stammt daher 70% der gepackten Kisten, die wöchentlich an 30 Verteilpunkten in Frankfurt bereitstehen, von Kooperationsbetrieben. Langfristig könnte vielleicht die Hälfte aus dem eigenen, demeterzertifizierten Anbau kommen – mehr Eigenanbau strebt die Genossenschaft aus genannten Synergiegründen momentan noch nicht an.

GewächshausFormal ist die Kooperative zweigeteilt – die Gemüseproduktion findet in der Genossenschaft statt, während Zukauf und Verteilung über eine GmbH laufen. Im Schnitt geben die Mitglieder pro Monat 100€ aus. Dieser verhältnismäßig hohe Beitrag kommt durch die Angebotsvielfalt zustande: Die Gemüse-Ernteanteile gibt es in drei Größen – genauso wie die anderen Module Obst, Saft, Brot und Honig. Fast 500 Hühner sind mittlerweile auch Teil der Genossenschaft und liefern Eier. Weitere Produktgruppen sind in Planung. Die optimale Größe am jetzigen Standort beziffert die Kooperative auf 800 Mitglieder – die soll bis 2022 erreicht werden, nur vier Jahre nach der Gründung. Und schon jetzt ist die Kooperative auf der Suche nach einem weiteren Standort für eine ähnlich große neue Gemeinschaft.

Kooperation ist ein zentraler Wert der Kooperative – nicht nur mit den rund zehn Partner-Höfen. Schon vor der Gründung knüpfte sie starke Verbindungen zu anderen Solawis, wie dem Münchner Kartoffelkombinat und Hamburger Kattendorfer Hof, und auch in Frankfurt ist die Genossenschaft schon jetzt gut vernetzt, arbeitet mit  verschiedenen Projektpartnern an weiteren Ideen und für die Mitglieder gibt es regelmäßige Veranstaltungstermine.

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